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Digitale Transformation – Ist Big Data der Weg für Ihr Unternehmen? 

Digitale Transformation – Ist Big Data der Weg für Ihr Unternehmen? 

Das „Taxiunternehmen“ Uber setzt schon seit Beginn seines Geschäftsbetriebs auf Predictive Analytics, eine Methode, die dazu dient, wiederkehrende Muster in Daten aufzudecken und dann mithilfe bestimmter Algorithmen deren weitere Entwicklung zu prognostizieren. Uber beruft sich auf Daten, um seine stetig wachsende Flotte an Fahrern zu steuern und effizient zu planen. Netflix baut sein Sortiment an Filmen und Serien sowie die Produktion eigener Serien allein auf den Erkenntnissen aus gesammelten Nutzerdaten auf. Immer mehr Unternehmen erkennen die Chancen von Datenerhebungen und deren Analyse und nutzen diese für eine Steigerung der Produktivität, Verbesserung der Entscheidungsfindung sowie die Erschaffung neuer Geschäftsmodelle und dem Ausbau von Wettbewerbsvorteilen.

Eine Studie des IBM Institute for Business Value aus dem Bereich Analytics liefert klare Ergebnisse und zeigt auf, wie Unternehmen weltweit mit dem Thema Big Data und Analytics umgehen. Dabei wurde deutlich, dass heute 67 Prozent der Unternehmen bereits innerhalb eines Jahres einen deutlich messbaren Return on Invest für ihre Analytics-Maßnahmen erzielen können. 69 Prozent der Befragten gaben darüber hinaus an, dass sich die Geschwindigkeit, mit der Datenanalysen vorgenommen werden können, positiv auf ihre Geschäftsergebnisse auswirkt.

Warum also, macht nicht jedes Unternehmen Gebrauch von Daten und deren Analyse? Für viele ist Big Data ein beängstigendes Thema. Woher bekommen wir das benötigte Know-How und die Informationen? Wie wandeln wir die unüberschaubar wirkende Menge an Daten in nützliche Informationen um? Wie werten wir diese Informationen aus und basieren unsere Entscheidungen auf den Erkenntnissen?

Wie bei eigentlich allen Themen der Digitalen Transformation ist auch beim Umgang mit Daten der methodische und kleinschrittige Einstieg der Schlüssel zum Erfolg. Es ist wichtig zu verstehen, dass der digitale Wandel nicht einfach nur dazu dienen soll, das eigene Unternehmen mit seinen Wettbewerbern gleichzusetzen, viel mehr geht es darum, sich von der Konkurrenz abzuheben und die digitalen Möglichkeiten hierfür als Chance anzusehen. Erfolg bedeutet in diesem Zusammenhang, das Entdecken neuer und einzigartiger Geschäftsgelegenheiten und Chancen für Wachstum. Eine Gartner Studie prophezeit: 60% der Big Data Projekte scheitern bereits in der ersten Phase und kommen nicht über die Anfänge hinaus. Warum? Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Viele Unternehmen sehen sich dem Problem gegenüber, Unmengen an Daten, über das gesamte Unternehmen verteilt, eingelagert zu haben. Abgelegt in Data Warehouses oder isoliert in den einzelnen Unternehmensbereichen, ohne die Möglichkeit auf Zugriff oder Konsolidierung

Ohne die Zentralisierung der Daten, welche meist unvollständig oder unsortiert sind, wird es oft unmöglich, eine Analyse überhaupt in Betracht zu ziehen. So muss ein Großteil der Zeit zunächst mit der Suche, Bereinigung und Ordnung der Daten verbracht werden. Viele Unternehmen geben sich diese nicht und konzentrieren sich lieber auf das Altbekannte anstatt sich die Mühe des Aufbaus einer zuverlässigen Datenbasis zu machen. So kommt es dazu, dass wenn überhaupt, nur ein kleiner bis mittelgroßer Anteil aller Daten, letztendlich genutzt wird. Diese abgespeckten Datensätze sorgen dann für Einbußen in der Genauigkeit der aus ihnen gezogenen Erkenntnisse.

Ein weiterer Grund, warum Unternehmen nicht über die erste Phase ihrer Data Analytics Projekte hinauskommen, ist der gewählte Ansatz. Technology First. Eine Infrastruktur wird aufgebaut, Teams mit den benötigten Fähigkeiten werden eingesetzt und die vermeintlich interessantesten Datensätze werden fokusiert. Danach wird das Problem bestimmt, welches gelöst werden soll.

Es zeigt sich jedoch, dass ein genau umgekehrter Ansatz wesentlich vielversprechender ist. Erfolgreiche Data Analytics Projekte richten den Blick zunächst auf die angestrebten Ergebnisse, setzten Ziele, definieren Use-Cases und entwickeln eine Strategie anhand dieser Vorsätze. Technologie, ist auch hier wieder nur das Werkzeug, welches die Strategie in die Tat umsetzt, nicht der Ausgangspunkt der Transformation. Ebenfalls binden erfolgreiche Unternehmen Partner und Experten in ihre Big Data Bemühungen ein. Sie ziehen es in Betracht, auf erfahrene Spezialisten zurückzugreifen, wenn es darum geht, die vielen Stolpersteine zu überwinden, die das Thema Data Analytics mit sich bringt. Diese Unterstützung erlaubt es Unternehmen, ihre Kräfte und Energie auf die Nutzung gewonnener Einblicke, hinsichtlich der Schaffung neuer Geschäftsmodelle und Wettbewerbsvorteile, zu fokussieren. Denn viel mehr als die Lösung von Problemen, sollte dies das Hauptziel der Digitalen Transformation darstellen.

 

 

Jonathan Habicht (@habichtjonathan) | Facebook | Instagram |